Häufige Fragen zur Planung einer Outdoor Küche

Wie viel Platz eine Outdoor Küche benötigt, hängt nicht zwingend von der Ausstattung ab, sondern auch davon, wie komfortabel gearbeitet werden soll.

Eine kompakte Outdoor Küche mit Kühlschrank, Waschbecken, 2-Flammen-Kocher und Arbeitsfläche benötigt etwa 2 Meter Breite.

Für eine größere Outdoor Küche mit Grill (Gas- oder Kohlegrill) sollten mindestens 3 bis 4 Meter Breite eingeplant werden. So bleibt ausreichend Platz für Arbeitsflächen, Stauraum und Bewegungsfreiheit.

Bei einer Outdoor Küche ist es besonders wichtig, dass alle verwendeten Materialien UV-beständig, wasserfest und für den Außenbereich geeignet sind.

Typische Materialien sind:

  • Edelstahl
  • Aluminium
  • High Pressure Laminat (HPL)
  • Kunststein
  • Keramik
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Nicht jedes Material eignet sich jedoch für jeden Anwendungsbereich. Bei der Auswahl sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Gewichtsbeschränkungen, zum Beispiel bei Dachterrassen oder bei Transport über einen Lift
  • Edelstahlflächen können bei direkter Sonneneinstrahlung sehr heiß werden
  • Edelstahl eignet sich daher besonders gut für Geräte, Beschläge und Schrauben, jedoch weniger für große Arbeitsflächen oder Korpusse
  • Auch die Reinigung der Materialien sollte möglichst einfach sein
  • Edelstahl kann auf großen Flächen leichter Schlieren oder Fingerabdrücke zeigen
  • Hitzebeständige Arbeitsflächen sind wichtig, wenn heiße Pfannen oder Töpfe abgestellt werden
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Welche Anschlüsse eine Outdoor Küche benötigt, hängt von der geplanten Ausstattung ab.

Typischerweise werden folgende Anschlüsse benötigt:

  • Stromanschluss
  • Wasseranschluss
  • Abwasseranschluss
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Bei einer einfachen Outdoor Küche kann bereits ein Stromanschluss ausreichen, während eine voll ausgestattete Gartenküche meist alle drei Anschlüsse benötigt.

Für einfache Outdoor Küchen reicht häufig ein 230-Volt-Stromanschluss aus.

Ein 380-Volt-Anschluss mit Verteiler wird benötigt, wenn mehrere leistungsstarke Elektrogeräte verwendet werden, zum Beispiel:

  • Elektrokochfelder
  • Durchlauferhitzer
  • mehrere Küchengeräte gleichzeitig
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In der Praxis wird meist ein Stromkabel mit Stecker zum Aufstellort verlegt, sodass die Outdoor Küche später einfach angeschlossen werden kann (Plug & Play).

Ja, eine Spüle in der Outdoor Küche ist sehr praktisch. Damit können Sie:

  • Gemüse waschen
  • Wasser zum Kochen entnehmen
  • Geschirr reinigen
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Sobald Wasser verwendet wird, ist auch eine Wasserzuleitung notwendig. In vielen Fällen reicht ein normaler Gartenschlauch mit Schnellkupplung völlig aus.

Wenn ausschließlich sauberes Wasser abläuft, kann dieses teilweise auch versickert werden. In anderen Fällen muss das Abwasser über einen Kanalanschluss abgeführt werden.

Schmutzwasserkanister werden hingegen nur selten verwendet, da sie im Alltag eher umständlich sind.

Tipp:
Verwenden Sie eine Einlegeplatte für die Spüle, damit diese Fläche auch als zusätzliche Arbeitsfläche genutzt werden kann. Außerdem verhindert die Abdeckung, dass sich bei einer abgedeckten Küche (mit Husse) Regenwasser in der Spüle sammelt.

Braucht eine Outdoor Küche eine Überdachung?

Eine Überdachung ist nicht zwingend notwendig, jedoch sehr empfehlenswert.

Sie schützt die Outdoor Küche vor:

  • Regen
  • Schnee
  • starker Sonneneinstrahlung
  • Verschmutzung
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Wenn keine Überdachung vorhanden ist, sollte zumindest eine Schutzhülle (Husse) verwendet werden.

Hochwertige Outdoor Küchen sind für den Einsatz im Freien konzipiert und können grundsätzlich das ganze Jahr draußen stehen.

Dennoch empfiehlt es sich:

  • die Küche im Winter abzudecken
  • Wasserleitungen zu entleeren, um Frostschäden zu vermeiden
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Wichtig:
Vorhandene Kühlschränke sollten bei Temperaturen unter etwa 10–11 °C abgeschaltet werden, da sie sonst beschädigt werden können.

Beide Varianten haben ihre Vorteile.

Gas-Kochfelder

  • sehr schnelle Hitzeentwicklung
  • hohe Leistung
  • besonders beliebt beim Kochen im Freien
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Elektro- oder Induktionskochfelder

  • einfache Bedienung
  • keine Gasflasche notwendig
  • dadurch mehr Stauraum in der Outdoor Küche
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Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Geräte leicht zu reinigen und für den Outdoor-Einsatz geeignet sind.

Welche Variante besser ist, hängt letztlich von den persönlichen Vorlieben ab.

Eine gut geplante Outdoor Küche sollte ausreichend Arbeits- und Ablageflächen bieten.

Diese werden benötigt für:

  • Vorbereitung der Zutaten
  • Abstellen von Töpfen und Pfannen
  • Servieren der Speisen
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Großzügige Arbeitsflächen erhöhen den Komfort beim Kochen im Freien deutlich.

In der Praxis haben sich Schubladen als deutlich praktischer erwiesen als Schränke mit Drehtüren.

Vorteile von Schubladen:

  • besserer Überblick
  • leichter Zugriff auf Küchenutensilien
  • effizientere Nutzung des Stauraums
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Ja, besonders modulare Outdoor Küchen lassen sich jederzeit erweitern.

Typische Erweiterungen sind zum Beispiel:

  • zusätzliche Arbeitsflächen
  • weitere Stauraummodule
  • Kühlschrankmodule
  • zusätzliche Kochfelder
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So kann die Outdoor Küche auch später noch an neue Bedürfnisse angepasst werden.

Die ideale Arbeitshöhe einer Outdoor Küche liegt meist zwischen 90 und 95 cm.

Die optimale Höhe hängt jedoch auch von der Körpergröße der Benutzer ab. Wichtig ist, dass komfortabel gearbeitet werden kann, ohne sich ständig bücken zu müssen.

Die Outdoor Küche sollte möglichst:

  • windgeschützt
  • in der Nähe des Hauses
  • in der Nähe der Terrasse oder des Essbereichs
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platziert werden.

Kurze Wege zwischen Küche, Esstisch und Haus erhöhen den Komfort beim Kochen und Servieren deutlich.